Im Senegal leben Muslims und Christen in einem friedlichen Miteinander. Unter Senegalesen selbst gibt es die Redewendung, es gäbe im Senegal 95% Muslime und 5% Christen, jedoch 100% Animisten. Dies ist auch der Grund, warum unsere  unterschiedlichen religiösen Traditionen und Bräuche miteinander so gut vereinbar sind. Die tiefe Verwurzelung in alten Traditionen sowie die Freude am Feiern überhaupt ergeben die hohe Intensität, mit der die Senegalesen ihre Feste miteinander begehen.

Ich möchte Ihnen einige wichtige senegalesische Familienfeste vorstellen. Bedingt durch die vielen Völker, regionale Besonderheiten und verschiedene Traditionen innerhalb der Familien gibt es bei diesen Feierlichkeiten natürlich große Unterschiede. Aber die Grundzüge sind immer ähnlich. Ich beschreibe die Bräuche anlässlich der Hochzeit, dem rituellen Einzug beim Ehemann, dem Namensgebungsfest und dem Begräbnis nach islamischem Ritus.

Die religiösen Feste sind im Islam bewegliche Feiertage und werden nach dem Mondkalender berechnet, sie verschieben sich von Jahr zu Jahr. Sie sind nationale Feiertage und ich werde von Korité, Tabaski, Tamcharit und der Rückkehr von der Pilgerfahrt nach Mekka erzählen.

Wir Senegalesen haben einen Nationalsport, bei deren Veranstaltungen wir unsere Traditionen und Bräuche sehr intensiv leben. Aus diesem Grund möchte ich den Ringkampf, „la lutte“, hier nicht unerwähnt lassen.

Doch beginnen möchte ich mit den Begrüßungen, denn im Senegal wird auf die Art und Weise, wie sich jemand gegenüber seinen Mitmenschen verhält, sehr viel Wert gelegt.