Namensgebungsfest

Das Namensgebungsfest findet am achten Tag nach der Geburt statt. Der Imam kommt ins Haus und begibt sich mit dem jungen Vater, einigen männlichen Verwandten der Familie und engen Freunden ins Wohnzimmer, dort wird gebetet.
Währenddessen werden dem Baby die Haare abrasiert und es wird in ein gewebtes Baumwolltuch, einen Raball, gehüllt; dieser Stoff war zuvor durch Gebete gesegnet worden, er soll das Baby schützen. Eine enge Vertraute der jungen Eltern bringt das Kind zum Imam, dieser spricht über dem Kind Gebete und flüstert ihm seinen Namen ins rechte und ins linke Ohr. Anschließend verkündet er den Namen laut vor den Anwesenden, die das Kind reihum auf den Arm nehmen oder sich zu ihm beugen, um zu beten. Dann nennt der junge Vater den im Hof betenden Gästen den Namen.

Ein enger Vertrauter spricht auf ein großes Messer Gebete und den Namen des Kindes und tötet ein am Vortag gekauftes Schaf.

Nach der Namensgebung werden den Gästen Hirsebrei und spezielle Kekse gereicht.
Entsprechend dem Gewicht der Haare des Babys wird Silber gekauft und dieses als Opfer gespendet. Die Haare werden in einer Kalebasse mit Hirse, Kolanüssen und Reis gesammelt und mit dem Rest der Nabelschnur in einem weißen Tuch aufbewahrt. Die Traditionen sind hier sehr unterschiedlich.