Die Hochzeit

Ist das Paar sich einig, schickt der Verlobte enge Verwandte ins Haus seiner Zukünftigen zu Besuch, die um die Hand der Tochter anhalten.

Das Hochzeitsdatum wird festgelegt und die Ausrichtung des Festes besprochen. Am Hochzeitstag bleibt der Bräutigam bei sich zu Hause und die Braut ebenfalls in ihrem Elternhaus.

 In beiden Elternhäusern wird gekocht, ein Teil des Essens wird in das Haus des Bräutigams gebracht. Die Eheschließungszeremonie findet in der Moschee oder im Hause des Bräutigams statt, zelebriert von einem Imam oder Marabout (Korangelehrter, oft mit Heilwissen) nach dem dritten Gebet in Anwesenheit der älteren Männer der Familie und des Stadtviertels. Der Bräutigam geht nicht in die Moschee, wird die Ehe zu Hause geschlossen, verbringt er diese Zeit in einem anderen Raum.
Nachdem der Imam die Gebete für die Ehe gesprochen hat, werden Kolanüsse und Säfte gereicht. Nach der Zeremonie begeben sich die Männer in das Haus der Braut, um Glück zu wünschen, später beglückwünschen sie den Bräutigam.
Im Haus der Braut besingen die weiblichen Verwandten und enge Freundinnen die Braut und legen Zeugnis ab über deren Eltern.

Am späteren Abend des Hochzeitstages besucht der Bräutigam seine junge Frau und seine Schwiegereltern.