Wir leben in Großfamilien. So lebte mein Vater mit seinen zwei Frauen und den 17 Kindern in einem Anwesen. Er ernährte die ganze Familie und ermöglichte uns Kindern eine gute Erziehung und Ausbildung. Ich bin der Erstgeborene aus der Ehe meines Vaters mit meiner Mutter. Der älteste Sohn hat in einer senegalesischen Großfamilie eine bedeutende Rolle. Er beaufsichtigt die jüngeren Geschwister und übernimmt wichtige Aufgaben innerhalb der Familie; so nimmt er an weitreichenden Entscheidungsprozessen in den verschiedensten Angelegenheiten teil und entscheidet in Abwesenheit der Älteren. Er unterstützt seinen Vater dabei, die Familie zu ernähren.

In unserer Gesellschaft sind die Väter für den Familienunterhalt zuständig, die Mütter bilden ihre Töchter in den Arbeiten der Haushaltsführung und Kindererziehung aus. Zu jedem Essen findet sich die Familie um einen großen Teller zusammen, der auf den Boden auf eine große Matte gestellt wird. Wir essen mit der rechten Hand oder mit einem Löffel; unser Nationalgericht ist Thiebou Djen, Reis mit Fisch. Abends sitzen wir gerne mit Freunden bis tief in die Nacht zusammen, unterhalten uns und trinken Attaya, das ist grüner Tee mit Minze und viel Zucker.

Musik und Tanz sind allgegenwärtig im Senegal. Viele familiäre und öffentliche Zeremonien werden von Griots (traditionellen Geschichtenerzählern und Sängern), Musik, Tanz und rhythmischem Klatschen begleitet, um die Anwesenden zu unterhalten. Die traditionelle Musikart ist der Mbalax (Mbalach gesprochen), aber es gibt noch eine Vielfalt anderer Musikrichtungen. Jede Volksgruppe hat ihre eigene Musik, ihre eigenen Tänze und Musikinstrumente.

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